Für heute habe ich eine frühe Aufnahme von Miguel Caló ausgesucht. Las campanas, ein Tango gesungen von Alberto Morel. Las campanas fiel mir übrigens zum ersten Mal auf, als die Tango-DJane Petronella aufgelegt hat - vielen Dank.
Eine Plauderei über den Tango Argentino
Cassiel's vollkommen überflüssiges deutschsprachiges Tango-Blog
Montag, 13. Februar 2012
Samstag, 11. Februar 2012
Der 3. Tangoblog-Geburtstag: Und wieder ist es einmal so weit...
Natürlich habe ich mich in letzter Zeit nicht mit Ruhm bekleckert (was dieses Blog betrifft), aber zum dritten Tangoblog-Geburtstag am letzten Mittwoch schreibe ich dann doch.
Heute möchte ich versuchen, meine Gedanken der letzten Wochen bzw. Monate zusammenzufassen und transparent zu machen. Ich brauchte eine Aus-Zeit um mir über mein Verhältnis zum Tango (genauer gesagt: mein Verhältnis zu dem, was z. T. als Tango angeboten wird) klar zu werden. Es begann schleichend und es war kaum bemerkbar; bereits im letzten Sommer hatte ich versucht, meine Überlegungen in dem Beitrag zum umarmungs- bzw. bewegungsfokussierten Tango zu skizzieren. Meine Gedanken tauchten immer wieder zwischen den Zeilen in den folgenden Wochen auf und ich habe sehr wohl wahrgenommen, daß dies Teilen meiner Leserschaft überhaupt nicht gefallen hat. In öffentlichen und privaten Reaktionen wurde mir - mehr oder weniger deutlich ausgesprochen - ein Dogmatismus oder Fundamentalismus vorgehalten. Ich habe diese Äußerungen erst einmal sehr ernst genommen und länger darüber nachgedacht.
Heute möchte ich versuchen, meine Gedanken der letzten Wochen bzw. Monate zusammenzufassen und transparent zu machen. Ich brauchte eine Aus-Zeit um mir über mein Verhältnis zum Tango (genauer gesagt: mein Verhältnis zu dem, was z. T. als Tango angeboten wird) klar zu werden. Es begann schleichend und es war kaum bemerkbar; bereits im letzten Sommer hatte ich versucht, meine Überlegungen in dem Beitrag zum umarmungs- bzw. bewegungsfokussierten Tango zu skizzieren. Meine Gedanken tauchten immer wieder zwischen den Zeilen in den folgenden Wochen auf und ich habe sehr wohl wahrgenommen, daß dies Teilen meiner Leserschaft überhaupt nicht gefallen hat. In öffentlichen und privaten Reaktionen wurde mir - mehr oder weniger deutlich ausgesprochen - ein Dogmatismus oder Fundamentalismus vorgehalten. Ich habe diese Äußerungen erst einmal sehr ernst genommen und länger darüber nachgedacht.
Dienstag, 7. Februar 2012
Für die neue Woche 131: Orquesta Típica Víctor, Alberto Carol - Lo vi en tus ojos
Irgendwann muss ich ja mal wieder in mein Bloggen finden... :-) Ich brauchte ein längere Pause um über bestimmte Dinge nachzudenken - schließlich bin ich ein mono-synaptisch verdrahteter Mann: Ich kann immer nur eine Sache gleichzeitig erledigen: Nachdenken oder Schreiben. :-) Wer weiß, vielleicht schreibe ich in den nächsten Tagen zu meinen Überlegungen...
In dieser Ausgabe meiner Serie "Für die neue Woche" stelle ich einen Titel aus dem Spätwerk vom Orquesta Típica Víctor vor. Es ist der sehr lyrische Tango Lo vi en tus ojos mit dem Sänger Alberto Carol.
In dieser Ausgabe meiner Serie "Für die neue Woche" stelle ich einen Titel aus dem Spätwerk vom Orquesta Típica Víctor vor. Es ist der sehr lyrische Tango Lo vi en tus ojos mit dem Sänger Alberto Carol.
Montag, 2. Januar 2012
Für die neue Woche 130: Lucio Demare, Horacio Quintana - Igual que un bandoneón
Ich brauchte einmal eine längere Pause vom Blog. Zu viel ist in der letzten Zeit passiert und ich wollte eher zuhören und ruhig werden, als (wie gewohnt) einfach munter weiter zu veröffentlichen. Ich steige also in das Bloggen mit einem mir bekannten und vertrauten Format wieder ein. Aus meinem Kurzurlaub um den Jahreswechsel gibt es einen Tango für die neue Woche. Igual que un bandoneón (eine Komposition von José Raúl Iglesias mit einem Text von Juan Bautista Gatti aus dem Jahr 1944) stelle ich in den Versionen von Lucio Demare (mit Horacio Quintana) und Ricardo Tanturi (mit Enrique Campos) vor.
Montag, 12. Dezember 2011
Gastbeitrag: Christian Tobler und Monika Diaz bei tangoNegro, Regensburg
So jetzt mal im Vertauen... so ganz unter uns... Wenn uns jemand von einem sechsstündigen Vortrag über die klassische Tangomusik erzählen würde, dann würden wir vermutlich denken, ein solcher Vortrag ist ein Spartenprogramm, wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen und extrem langweilig für einen Großteil der Zuhörer. So einen Vortrag kann nur ein Phantast verfassen und halten, organisiert wird er von Veranstaltern, die Lust am finanziellen Selbstmord haben...
Daß dies nicht so sein muss, hat Christian Tobler aus Zürich bei tangoNegro in Regensburg eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Am 3. und 4. Dezember hielt er - zusammen mit seiner Partnerin Monika Diaz - seinen komplett ausgebuchten Workshop über die musikalische Vielfalt der EdO. Klaus Schwarzwälder aus Biel/CH hat darüber einen detailierten Gastbeitrag verfasst. Klaus hat hier im Blog schon einmal geschrieben. Damals ging es um seine Milonga in Biel; er hat (mit Christians Hilfe) die Tonanlage neu konzipiert. In dem Artikel ging es "nur" um technische Aspekte der Tango-Wiedergabe an einer Milonga. Mich freut es außerordentlich, daß er nun auch inhaltlich zu den Ideen von Christian Tobler zum Tango geschrieben hat.
Einführung in die Epoca de Oro - ein Vortrag/Workshop von Christian Tobler
und der Versuch, dieses Ereignis vom 3./4. Dezember 2011 in Regensburg zu würdigen.
Ein Gastbeitrag von Klaus Schwarzwälder Biel/CH
Daß dies nicht so sein muss, hat Christian Tobler aus Zürich bei tangoNegro in Regensburg eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Am 3. und 4. Dezember hielt er - zusammen mit seiner Partnerin Monika Diaz - seinen komplett ausgebuchten Workshop über die musikalische Vielfalt der EdO. Klaus Schwarzwälder aus Biel/CH hat darüber einen detailierten Gastbeitrag verfasst. Klaus hat hier im Blog schon einmal geschrieben. Damals ging es um seine Milonga in Biel; er hat (mit Christians Hilfe) die Tonanlage neu konzipiert. In dem Artikel ging es "nur" um technische Aspekte der Tango-Wiedergabe an einer Milonga. Mich freut es außerordentlich, daß er nun auch inhaltlich zu den Ideen von Christian Tobler zum Tango geschrieben hat.
Einführung in die Epoca de Oro - ein Vortrag/Workshop von Christian Tobler
und der Versuch, dieses Ereignis vom 3./4. Dezember 2011 in Regensburg zu würdigen.
Ein Gastbeitrag von Klaus Schwarzwälder Biel/CH
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| Die Legende und ihr Sachwalter - Christian Tobler spricht über Aníbal Troilo |
Mittwoch, 7. Dezember 2011
Für die neue Woche 129: Osvaldo Fresedo, Roberto Ray - Niebla del riachuelo
Wieder einmal leicht verspätet stelle ich den Tango für die neue Woche ein. Ich habe es mir dieses Mal sehr leicht gemacht. Am Wochenende war ein bisher unbekanntes Tangopaar zu Besuch und ich habe die Tanguera einfach nach Ihrem Lieblingstango gefragt.
Mittwoch, 30. November 2011
Für die neue Woche 128: Alfredo Gobbi - A Orlando Goñi
... vielleicht doch schnell einen Beitrag für die neue Woche?
Wie wäre es denn heute mit Alfredo Gobbi? Ein Interpret, der sich streng der decareanischen Tradition verpflichtet sieht und gleichzeitig den Ehrentitel El violín romántico del tango trug. A Orlando Goñi ist eine Komposition von Gobbi zu Ehren seines zu früh verstorbenen Freundes, des Pianisten Orlando Goñi. Den Mythos only the good die young schien es auch im klassischen Tango gegeben zu haben. Bei todotango heißt es grenzwertig pathetisch: His life of bohemia drove him to "burn" his life prematurely. Nun sind die wenigsten Tango-Musiker der Epocha de Oro wirklich alt geworden (mir fallen da jetzt spontan nur Osvaldo Fresedo und Osvaldo Pugliese ein, vielleicht noch Alberto Podestá, der immer noch ab und zu auftritt), aber Gobbi und Goñi sind sehr jung gestorben. Haben sie das Ideal des Bohemian zu kräftig gepflegt?
Wie wäre es denn heute mit Alfredo Gobbi? Ein Interpret, der sich streng der decareanischen Tradition verpflichtet sieht und gleichzeitig den Ehrentitel El violín romántico del tango trug. A Orlando Goñi ist eine Komposition von Gobbi zu Ehren seines zu früh verstorbenen Freundes, des Pianisten Orlando Goñi. Den Mythos only the good die young schien es auch im klassischen Tango gegeben zu haben. Bei todotango heißt es grenzwertig pathetisch: His life of bohemia drove him to "burn" his life prematurely. Nun sind die wenigsten Tango-Musiker der Epocha de Oro wirklich alt geworden (mir fallen da jetzt spontan nur Osvaldo Fresedo und Osvaldo Pugliese ein, vielleicht noch Alberto Podestá, der immer noch ab und zu auftritt), aber Gobbi und Goñi sind sehr jung gestorben. Haben sie das Ideal des Bohemian zu kräftig gepflegt?
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