In diesem Beitrag möchte ich einmal meine Überlegungen vor dem Kauf und das Einpflegen der Daten nach dem Kauf schriftlich niederlegen. Im Optimalfall kann dieser Artikel dann eine Entscheidungshilfe für Unschlüssige sein. Dieser Text ist bewusst etwas ausführlicher gehalten. Mir wäre es wichtig, den Prozess der Entscheidungsfindung transparent zu machen.
Am Montag letzter Woche veröffentlichte TangoTunes ein weiteres Paket mit 44 Audio-Tracks (Das Orchester von Miguel Caló – Aufnahmen von 1941 - 1943) in der Reihe „GoldenEars“. Die Ausgangslage bei diesem Orchester sollte allgemein bekannt sein. Es gibt bislang eine relativ ordentliche Sammlung der Titel dieses Orchesters auf CD in der Reliquias-Serie (herausgegeben von EMI, der Rechtsnachfolgerin des damaligen Labels Odeon, bei dem Miguel Caló unter Vertrag war).
Cassiels vollkommen überflüssiges deutschsprachiges Tango-Blog
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Mittwoch, 8. Juni 2016
Montag, 21. März 2016
Gelesen: Caminar Abrazados – Das Tango-Buch von Melina Sedó und Detlef Engel
Gleich nach Erscheinen habe ich mir das neue englischsprachige Buch: „Caminar Abrazados - Tango is walking in an embrace“ von Melina Sedó und Detlef Engel gekauft, es mehrmals gelesen und die beigelegte DVD wiederholt geschaut. In diesem Artikel möchte ich es etwas detaillierter vorstellen, besprechen und schließlich zur Lektüre empfehlen.
Dienstag, 25. September 2012
Buchbesprechung: Michael Lavocah - Tango Stories: Musical Secrets
Die Post brachte einen festen, beinahe unscheinbaren kartonierten Briefumschlag, das neue Buch von Michael Lavocah über die Tangomusik: Tango Stories: Musical Secrets und ich möchte es hier besprechen. Um es in einem Satz vorweg zu nehmen: Das Buch ist gut und wichtig und ich möchte es jeder Tanguera, jedem Tanguero ans Herz legen, denn das Buch ist nicht für Musikwissenschaftler, sondern für Tänzer geschrieben. Um es vielleicht mit einem Bild zu versuchen: Michael Lavocah gibt den Tangobegeisterten ein kommentiertes Register an die Hand, um sich auf eine systematische Entdeckungsreise durch die Musik der Épocha de Oro zu begeben. Das ist ihm sehr interessant und kurzweilig gelungen.
Freitag, 24. September 2010
Gerhard Riedl: "Der große Milonga-Führer"
Im Frühjahr erschien beim Wagner-Verlag das Werk von Gerhard Riedl, ich habe es - in mehreren Anläufen - gelesen und mich bei der Tangodanza um die Besprechung beworben. Vielleicht ist es besser, daß ich die Besprechung für die Tangodanza nicht geschrieben habe. In der aktuellen Ausgabe hat Florian Gutmann das Werk weitgehend wohlwollend besprochen. Ich bin anderer Meinung und stelle nun meine Rezension gegen die veröffentlichte Meinung in der TD (aus Gründen der Arbeitsökonomie habe ich der TD den Vortritt gelassen; wäre die Besprechung in der TD etwas kritischer ausgefallen, hätte ich mir diesen Artikel sparen können). Meine erste Begegnung mit dem Buch verlief mehr als unglücklich. Ich schlug das Buch irgendwo in der Mitte auf und entdeckte gleich erst einmal schwere sachliche Fehler (so liegt beispielsweise Bahía Blanca bestimmt nicht in Brasilien!). Ich schmökerte ein wenig hin und her und meine Begeisterung hielt sich auch im Verlauf dieser Annäherung in sehr engen Grenzen. Hinzu kam ein äußerst unerfreulicher eMail-Kontakt mit dem Autor (ich weiß bis heute nicht, ob seine Wortwahl durch den Wunsch motiviert war, mich von einer Besprechung seines Werkes abzuhalten oder ob es sich um das Gezicke eines vermuteten oder tatsächlichen Lehrers handelte). Es gilt aber nach wie vor: Bange machen gilt nicht und so habe ich mich zweimal durch das Buch gekämpft und rezensiere es.
Samstag, 22. August 2009
Forschungsarbeit: Der Tango Argentino im heutigen Buenos Aires
Bei GoogleBooks habe ich in Ausschnitten die Forschungsarbeit von Anna Beutler: Der Tango Argentino im heutigen Buenos Aires gefunden. Ich möchte diesen Text meinen Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten. Ich war zunächst überrascht. Eine Vielzahl von Statistiken und Diagrammen prägt das Erscheinungsbild gegen Ende des Buches. Und es werden alle Umstände, die ich schon lange vermutet habe, bzw. die ich aus Erzählungen oder irgendwelchen Medien kannte, bestätigt. Insofern war die Lektüre eine kleine Enttäuschung. Das relativiert sich, wenn man bedenkt, daß diese Arbeit auf BsAs-Aufenthalte in den späten 90er Jahren aufbaut.
Sehr eigenartig ist der Umgang mit GoogleBooks. Da kann man nur einige Seiten eines Werkes anzeigen lassen und einige Seiten sind überhaupt nicht eingestellt. Ich werde mich an diese Art des Lesens erst gewöhnen müssen.
Die Arbeit könnte man immer noch für knapp 40 Euro kaufen. Das ist mir aber -ehrlich gesagt- zu teuer.
Sehr eigenartig ist der Umgang mit GoogleBooks. Da kann man nur einige Seiten eines Werkes anzeigen lassen und einige Seiten sind überhaupt nicht eingestellt. Ich werde mich an diese Art des Lesens erst gewöhnen müssen.
Die Arbeit könnte man immer noch für knapp 40 Euro kaufen. Das ist mir aber -ehrlich gesagt- zu teuer.
Donnerstag, 5. März 2009
Abgehört: Cellotango
Mein über 80-jähriger Vater weiß von meiner Leidenschaft für den Tango. Anfang des Jahres hat er dann im NDR eine CD Besprechung gehört und war so aufmerksam, die CD zu kaufen und mir zu schicken (ist das nicht rührend aufmerksam?). Es handelt sich um die CD Cellotango (Klavier: Jacques Ammon; Cello: Eckart Runge).

Ich mag beide Instrumente und vielleicht ist das der tiefere Grund, warum ich mich nun schwer tue, diese CD zu besprechen. Nein, es ist keine CD zum Tanzen (oder wenn doch, dann nur in Ausnahmefällen). Es ist eine CD, die den perfekten Soundtrack zu meditativen Stunden liefert. Die Tempi-Wechsel, die Variationsbreite von kaum-hörbar zart bis zum kraftvollen und energiereichen Spiel sind die tiefe Ursache für die Untauglichkeit für eine Milonga aber zugleich auch der Garant für die Wertbeständigkeit im heimischen CD Regal.
Wer die Cello-Suiten von Bach (ich habe eine Interpretation von Mstislav Rostropovich in meinem Fundus) oder die späte Einspielung der Goldbergvariationen von Glenn Gould liebt, dem sei diese CD vom Klangeindruck her uneingeschränkt empfohlen. Ich kann mich nicht entscheiden, welchen Titel ich wirklich am meisten mag. Das in der NDR-Besprechung gelobte Stück El Choclo ist sicherlich eine neuartige Interpretation mit akuter Daseinsberechtigung, aber ich denke, ich tendiere doch eher zu den Piazzolla Klassikern Soledad bzw. Oblivion.
Abschließend meine Kurzzusammenfassung:
Keine leichte Kost, aber äußerst empfehlenswert!
Ich mag beide Instrumente und vielleicht ist das der tiefere Grund, warum ich mich nun schwer tue, diese CD zu besprechen. Nein, es ist keine CD zum Tanzen (oder wenn doch, dann nur in Ausnahmefällen). Es ist eine CD, die den perfekten Soundtrack zu meditativen Stunden liefert. Die Tempi-Wechsel, die Variationsbreite von kaum-hörbar zart bis zum kraftvollen und energiereichen Spiel sind die tiefe Ursache für die Untauglichkeit für eine Milonga aber zugleich auch der Garant für die Wertbeständigkeit im heimischen CD Regal.
Wer die Cello-Suiten von Bach (ich habe eine Interpretation von Mstislav Rostropovich in meinem Fundus) oder die späte Einspielung der Goldbergvariationen von Glenn Gould liebt, dem sei diese CD vom Klangeindruck her uneingeschränkt empfohlen. Ich kann mich nicht entscheiden, welchen Titel ich wirklich am meisten mag. Das in der NDR-Besprechung gelobte Stück El Choclo ist sicherlich eine neuartige Interpretation mit akuter Daseinsberechtigung, aber ich denke, ich tendiere doch eher zu den Piazzolla Klassikern Soledad bzw. Oblivion.
Abschließend meine Kurzzusammenfassung:
Keine leichte Kost, aber äußerst empfehlenswert!
Sonntag, 1. März 2009
Abgehört: Cuarteto Rotterdam: Yunta De Oro
In einem guten Tango-Blog darf die Rubrik CD-Besprechungen nicht fehlen. Es ist mir ein ganz persönliches Anliegen eine aktuell eher unbekannte CD zu empfehlen. Das Cuarteto Rotterdam spielte 2007 die CD Yunta De Oro ein.

Hinreißend! Ich habe mir die CD nach einem Live-Auftritt der Formation auf einer Milonga gekauft (übrigens zusammen mit der ersten CD aus dem Jahre 2005). Ich habe den Kauf nie bereut. Das Cuarteto Rotterdam beeindruckt durch musikalische Exaktheit in einer sehr gelungenen Kombination mit einem gefühlvollen, fast lyrischen Musikvortrag. Und so ist diese CD eine echte Bereicherung! Sie ist (fast) uneingeschränkt tanzbar und eine CD für die melancholischen Stunden daheim, wenn man nach einer Milonga beim abschließenden Glas Rotwein auf dem heimischen Sofa sitzt. Wunderbar!
Diese CD hat mich häufig bei meinen Milongafahrten in andere Städte begleitet. Auf dem Heimweg lief sie immer im Auto. Sehr entspannend.
Auf der Website des Quartetts finden sich übrigens Hörbeispiele im mp3-Format.
Prädikat: Besonders wertvoll
Hinreißend! Ich habe mir die CD nach einem Live-Auftritt der Formation auf einer Milonga gekauft (übrigens zusammen mit der ersten CD aus dem Jahre 2005). Ich habe den Kauf nie bereut. Das Cuarteto Rotterdam beeindruckt durch musikalische Exaktheit in einer sehr gelungenen Kombination mit einem gefühlvollen, fast lyrischen Musikvortrag. Und so ist diese CD eine echte Bereicherung! Sie ist (fast) uneingeschränkt tanzbar und eine CD für die melancholischen Stunden daheim, wenn man nach einer Milonga beim abschließenden Glas Rotwein auf dem heimischen Sofa sitzt. Wunderbar!
Diese CD hat mich häufig bei meinen Milongafahrten in andere Städte begleitet. Auf dem Heimweg lief sie immer im Auto. Sehr entspannend.
Auf der Website des Quartetts finden sich übrigens Hörbeispiele im mp3-Format.
Prädikat: Besonders wertvoll
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