Über tango-de kam gestern eine Veranstaltungsankündigung zu einem BoundTango und mit etwas Abstand möchte ich dazu meine Gedanken veröffentlichen. Um es vorweg noch einmal rein vorsorglich zu betonen: Es sind meine (höchst subjektiven) Gedanken, die keinesfalls den Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben.
Tango und Bondage? Haben wir das jetzt wirklich noch gebraucht? Wir hatten den Nackten Tango, den Tango im Korsett und ab und zu erzählen mir irgendwelche Experten (beiderlei Geschlechts) am Rande der Tanzfläche vom Tango und SM bzw. BDSM. Da muss ich mich dann erst einmal in das Vokabular einlesen und erfahre etwas über Subs und Doms. Und mit einem ersten oberflächlichen Blick auf das Begriffspaar Führen und Folgen mag es ja durchaus legitim sein, über diese Frage einmal zu debattieren. Das mag jeder halten wie er will. Ich frage mich nur langsam stirnrunzelnd wofür der arme Tango noch alles herhalten muss.
Cassiels vollkommen überflüssiges deutschsprachiges Tango-Blog
Mittwoch, 10. November 2010
Montag, 8. November 2010
Für die neue Woche 87: Carlos Marcucci, Carlos Lafuente - Si supieras
Für diese Woche habe ich einmal einen selten gespielten Interpreten ausgegraben. Der Tango für die neue Woche wurde von Carlos Marcucci 1931 eingespielt. Si supieras ein gesungener Tango mit Carlos Lafuente als Sänger. Dieser Sänger ist hier im Blog nun kein unbekannter mehr. Er sang auch Pa que lagrimear mit Adolfo Carabelli.
Im Internet finden sich nur wenige Informationen zu Carlos Marcucci. In einer Biografie bei todotango.com lesen wir allerdings, daß er zu seiner Zeit ein berühmter Bandoneonist war (er spielte u.a. mit Pedro Maffia) und später folgte er als Bondoneonist bei Julio de Caro dem Bandoneonisten Pedro Laurenz. Es ist also wie immer ein reiches Beziehungsgeflecht im Tango.
Diesen Titel entdeckten wir (d.h. die mir liebste Tanguera von Allen und ich) bei einer Autofahrt. Wir hörten (wie fast eigentlich immer) Tango im Auto und bei diesem Titel hakte das Hirn ein. Also gibt es ihn heute hier für alle zum Nachhören.
Im Internet finden sich nur wenige Informationen zu Carlos Marcucci. In einer Biografie bei todotango.com lesen wir allerdings, daß er zu seiner Zeit ein berühmter Bandoneonist war (er spielte u.a. mit Pedro Maffia) und später folgte er als Bondoneonist bei Julio de Caro dem Bandoneonisten Pedro Laurenz. Es ist also wie immer ein reiches Beziehungsgeflecht im Tango.
Diesen Titel entdeckten wir (d.h. die mir liebste Tanguera von Allen und ich) bei einer Autofahrt. Wir hörten (wie fast eigentlich immer) Tango im Auto und bei diesem Titel hakte das Hirn ein. Also gibt es ihn heute hier für alle zum Nachhören.
Donnerstag, 4. November 2010
Hilfeaufruf von Deby für Alberto Paz
Meine Blogger-Kollegin Deby, eine Amerikanerin, die in Buenos Aires lebt, hat in ihrem Blog das Schicksal von Alberto Paz aufgegriffen.
Alberto Paz liegt in Calgary in Kanada im Krankenhaus und benötigt dringend einen Bypass. Diese Operation wird von seiner (offensichtlich amerikanischen) Krankenversicherung im Ausland nicht bezahlt. Er muss also zurück in die Vereinigten Staaten. Diese Rückreise kann wohl aufgrund des instabilen Gesundheitszustands nicht per Flugzeug sondern nur in einem begleiteten Krankentransport erfolgen. Dieser Krankentransport wird ebenfalls nicht von seiner Versicherung getragen.
Natürlich habe ich einen Augenblick überlegt, ob ich die Geschichte hier weiterleite. Es ist vielleicht einerseits etwas komisch Publizität für ein Einzelschicksal zu generieren, andererseits gibt es Notsituationen, in denen kein anderer Weg hilft.
Ich möchte das jetzt nicht pathetisch werden lassen. Sollten aber unter meinen Leserinnen und Lesern einige einfach einmal 25 EURO entbehren können und auch bereit sein, diese schnell via PAYPAL zu spenden, dann wäre ich sehr beruhigt. (Falls die Spende kleiner ausfallen sollte, EGAL jeder Betrag hilft!)
Es geht einfach darum, einmal spontan etwas für einen vollkommen unbekannten Menschen zu tun. Nach meiner Überzeugung kommt so eine versteckte spontane gute Tat immer auf einem anderen Weg zurück.
Allen, die diesem Aufruf folgen, sage ich Tausend Dank... Ich werde mir das jetzt bei PAYPAL ansehen, hab das noch nie benutzt.
Weitere Informationen Bei Deby:
TangoSpam:La Vida Con Deby
Weitere Informationen bei Sandra Miller in Calgary:
epicureantangosociety.blogspot.com
Überweisungen per PAYPAL bitte an folgendes Konto:
boutique@planet-tango.com
Alberto Paz liegt in Calgary in Kanada im Krankenhaus und benötigt dringend einen Bypass. Diese Operation wird von seiner (offensichtlich amerikanischen) Krankenversicherung im Ausland nicht bezahlt. Er muss also zurück in die Vereinigten Staaten. Diese Rückreise kann wohl aufgrund des instabilen Gesundheitszustands nicht per Flugzeug sondern nur in einem begleiteten Krankentransport erfolgen. Dieser Krankentransport wird ebenfalls nicht von seiner Versicherung getragen.
Natürlich habe ich einen Augenblick überlegt, ob ich die Geschichte hier weiterleite. Es ist vielleicht einerseits etwas komisch Publizität für ein Einzelschicksal zu generieren, andererseits gibt es Notsituationen, in denen kein anderer Weg hilft.
Ich möchte das jetzt nicht pathetisch werden lassen. Sollten aber unter meinen Leserinnen und Lesern einige einfach einmal 25 EURO entbehren können und auch bereit sein, diese schnell via PAYPAL zu spenden, dann wäre ich sehr beruhigt. (Falls die Spende kleiner ausfallen sollte, EGAL jeder Betrag hilft!)
Es geht einfach darum, einmal spontan etwas für einen vollkommen unbekannten Menschen zu tun. Nach meiner Überzeugung kommt so eine versteckte spontane gute Tat immer auf einem anderen Weg zurück.
Allen, die diesem Aufruf folgen, sage ich Tausend Dank... Ich werde mir das jetzt bei PAYPAL ansehen, hab das noch nie benutzt.
Weitere Informationen Bei Deby:
TangoSpam:La Vida Con Deby
Weitere Informationen bei Sandra Miller in Calgary:
epicureantangosociety.blogspot.com
Überweisungen per PAYPAL bitte an folgendes Konto:
boutique@planet-tango.com
Montag, 1. November 2010
Für die neue Woche 86: Angel D'Agostino, Angel Vargas - Pero yo sé
Diese Woche habe ich den Tango der Woche mittels zufäller Auswahl gewählt (na ja, ein wenig habe ich natürlich darauf geachtet, daß ich einen Titel bringe, der hier noch nicht gespielt wurde und auch von einem Interpreten ist, der hier länger nicht mehr vertreten war). Meine Wahl fiel auf Pero yo sé von Angel D'Agostino aus seiner Zeit mit dem Sänger Angel Vargas (eine sehr erfolgreiche Kooperation).
Mittwoch, 27. Oktober 2010
Tangoplauderei goes international
Nur ganz kurz aus der (wieder einmal verspäteten) Mittagspause...
Nach gut eineinhalb Jahren des Bloggens gibt es heute eine Premiere. Ein Beitrag aus diesem Blog erschien letzte Nacht in englischer Übersetzung in einem anderen Blog. Das freut mich besonders. In der Folge des Interviews mit Melina hatte ich einige Anfragen per eMail, ob es eine Übersetzung des Interviews gibt. Über Facebook hat sich eine Tanguera aus England gefunden, die die Arbeit übernommen hat.
Bedanken möchte ich mich zunächst bei Tricia Bruce aus Eton. Sie hat sich die Mühe gemacht und eine fantastische Übersetzung angefertigt. Ich ahne, daß es mit einiger Arbeit und mit viel Liebe zum Detail verbunden war.
Weiterhin möchte ich mich bei John Tate, dem Autor des großartigen Blogs Tango commuter bedanken. Er hat spontan zugesagt, das Interview zu veröffentlichen. Das ist ein Glücksfall! Für mein Empfinden wäre sein Blog ein fester Bestandteil der Top-10 Liste von Tangoblogs weltweit, falls es eine solche Liste gäbe. (Und diese Meinung hatte ich schon vor seiner Zusage, das Interview zu veröffentlichen.) Vielen Dank!
Und last but not least bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich bei Melina Sedó. Sie war aufgeschlossen genug, sich die Zeit zu nehmen und ein Interview mit einem Blogger zu machen. Damit hat sie als Tango-Lehrerin (zumindest im europäischen Tango) mutig Neuland betreten (und das mit - zunächst - ungewissem Ausgang). Mittlerweile sind die Seiten des Interviews einige tausend Mal abgerufen worden. Somit hat sich die Mühe gelohnt.
Nach gut eineinhalb Jahren des Bloggens gibt es heute eine Premiere. Ein Beitrag aus diesem Blog erschien letzte Nacht in englischer Übersetzung in einem anderen Blog. Das freut mich besonders. In der Folge des Interviews mit Melina hatte ich einige Anfragen per eMail, ob es eine Übersetzung des Interviews gibt. Über Facebook hat sich eine Tanguera aus England gefunden, die die Arbeit übernommen hat.
Bedanken möchte ich mich zunächst bei Tricia Bruce aus Eton. Sie hat sich die Mühe gemacht und eine fantastische Übersetzung angefertigt. Ich ahne, daß es mit einiger Arbeit und mit viel Liebe zum Detail verbunden war.
Weiterhin möchte ich mich bei John Tate, dem Autor des großartigen Blogs Tango commuter bedanken. Er hat spontan zugesagt, das Interview zu veröffentlichen. Das ist ein Glücksfall! Für mein Empfinden wäre sein Blog ein fester Bestandteil der Top-10 Liste von Tangoblogs weltweit, falls es eine solche Liste gäbe. (Und diese Meinung hatte ich schon vor seiner Zusage, das Interview zu veröffentlichen.) Vielen Dank!
Und last but not least bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich bei Melina Sedó. Sie war aufgeschlossen genug, sich die Zeit zu nehmen und ein Interview mit einem Blogger zu machen. Damit hat sie als Tango-Lehrerin (zumindest im europäischen Tango) mutig Neuland betreten (und das mit - zunächst - ungewissem Ausgang). Mittlerweile sind die Seiten des Interviews einige tausend Mal abgerufen worden. Somit hat sich die Mühe gelohnt.
Montag, 25. Oktober 2010
Für die neue Woche 85: Ricardo Tanturi, Enrique Campos - Así se canta
Mit einem neuen Tango versuche ich die Diskussionen der letzten Tage hinter mir zu lassen. Diese Woche gibt es (auf besonderen Wunsch der mir liebsten Tanguera von allen) Así se canta von Ricardo Tanturi (Gesang: Enrique Campos).
Dienstag, 19. Oktober 2010
Gastbeitrag zu Gerhard Riedls "Großem Milonga-Führer"
Und heute erreichte mich ein wunderbarer Leserbrief per eMail. Swetoslaw Beltschew aus Dresden (er kommentiert hier regelmäßig unter dem Pseudonym Sweti) hat noch einmal zum "Großen Milonga-Führer" von Gerhard Riedl geschrieben, den ich hier neulich rezensiert habe. Ich finde seine Gedanken wichtig. Zeigen sie doch, wo möglicherweise die Ursachen für die unterschiedliche Herangehensweise an den Tango liegen könnten. Ich habe die Erlaubnis bekommen, diese Beitrag unverändert zu veröffentlichen und bedanke mich dafür ganz herzlich. Ich werde mich an der Diskussion zu den Gedanken nur beteiligen, wenn Gefahr besteht, daß sie aus dem Ruder läuft; ansonsten schweige ich. Ich möchte Gerhard Riedl die Möglichkeit geben, sich zu äußern und respektiere, daß er nicht mit Pseudonymen diskutieren mag.
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