Am vergangenen Wochenende erreichte mich ein Gastbeitrag von einem Leser aus Oberösterreich zm Thema: "Der Tango in der Paarbeziehung". Unter dem Pseudonym Paul schrieb mir ein Leser seine Gedanken zum Thema, das ich in der letzten Woche einmal angeschnitten hatte. Ich habe mich zunächst einmal sehr gefreut, daß mir wieder einmal ein Gastbeitrag zugesendet wurde. Dies zeigt für mich, daß es immer wieder Themen gibt, die Einzelne derartig bewegen, daß sie einen Gastbeitrag verfassen. Manchmal ist es auch ganz angenehm, wenn es einmal zu einem Thema Argumente von Dritten gibt.
Grundsätzlich ändere ich Gastbeiträge nicht; lediglich die Formatierung wurde für das Blog leicht angepasst. Ich denke, der Text kann ein guter Einstieg in die Diskussion sein - auch wenn er teilweise sehr ausgeprägte Vorstellungen enthält.
Überleben des Paares auf der Milonga!
Betrachtungen von Paul, der seit einem ¼ Jahrhundert verheiratet, und seit 8 Jahren mit seiner Frau gemeinsam dem Tango verfallen ist. Sie tanzen in der österreichischen Provinz.
Hallo Cassiel!
Ein Besuch auf deinem Blog hat mich dazu animiert ein paar Gedanken zu schreiben. Als Paar hat man im Tango sehr spezielle Probleme, eines hast du eben angesprochen. Der bei dir erwähnte Egoismus kann meiner Meinung nach nur durch allgemein anerkannte Regeln in der Milonga „gezähmt“ werden.
Dass viele Paare mit dem Tango aufhören kann ich sehr gut verstehen. Die Attraktivität anderer Tanzpartner ist nicht nur verführerisch sondern auch ein Minenfeld für eine Beziehung. Eine Milonga in Mitteleuropa kann ohne geschriebene und ungeschriebene Benimmregeln zu unglaublich vielen Missverständnissen führen.
Cassiels vollkommen überflüssiges deutschsprachiges Tango-Blog
Dienstag, 30. November 2010
Montag, 29. November 2010
Für die neue Woche 90: Miguel Caló, Alberto Podestá - El bazar de los juguetes
Eine neue Woche, ein neuer Tango. Hier wurde lange nichts mehr von Miguel Caló vorgestellt. Also gibt es heute einen gesungen Tango mit Alberto Podestá. El bazar de los juguetes ist vergleichsweise spät eingespielt worden: am 5. Mai 1954. Irgendwie werde ich wohl noch einmal zu den Sängern im Tango schreiben müssen. Alberto Podestá ist einer der großen Sänger. Er sang mit Di Sarli, mit Caló, mit Laurenz und später mit Enrique Francini. Er tritt ab und zu heute noch auf.
Dienstag, 23. November 2010
Aus der Mittagspause...
... melde ich mich mit einem kurzen Beitrag und gebe meine Fragen, die mich seit gestern abend beschäftigen, einfach einmal weiter und stelle sie zur Diskussion.
Nachmittags rief ein Freund an, der abends kurz eine Frage mit mir durchdiskutieren wollte. So etwas macht ja immer Spaß und wir gingen schließlich zum Griechen und redeten bei irgendeinem gegrillten Gemüse und Tomatenreis weiter. Solche Gespräche erweitern den Horizont enorm und dieser Freund ist einer der wenigen Nicht-Tangeuros in meinem privaten Umfeld - deshalb gibt es da eine gewisse Form von Bestandsschutz. ;-) Wir waren zwar mit dem Essen bereits fertig, saßen aber noch bei den Getränken, als ein Bekannter, den ich in den letzten Jahren etwas aus den Augen verloren hatte plötzlich auf dem Handy anrief. Er liegt in der Onkologie im örtlichen Klinikum und es sieht gar nicht gut aus. So etwas macht mich dann immer sehr nachdenklich und ich hoffe, ich finde morgen eine Stunde Zeit, um ihn zu besuchen.
Warum ich diese Vorgeschichte überhaupt erwähne? Ich möchte meine gedankliche und emotionale Ausgangsposition für die folgende Situation transparent machen.
Als wir so gegen 9 Uhr heimgingen entschieden wir uns dann doch noch spontan zu einem Achtel Wein in einem Café am Weg. Wir redeten und plötzlich betrat ein Tanguero, der so vor zwei Jahren den Tango plötzlich an den Nagel gehängt hat, eben dieses Café. Er holte sich ein Bier und wir kamen ins Gespräch.
Nachmittags rief ein Freund an, der abends kurz eine Frage mit mir durchdiskutieren wollte. So etwas macht ja immer Spaß und wir gingen schließlich zum Griechen und redeten bei irgendeinem gegrillten Gemüse und Tomatenreis weiter. Solche Gespräche erweitern den Horizont enorm und dieser Freund ist einer der wenigen Nicht-Tangeuros in meinem privaten Umfeld - deshalb gibt es da eine gewisse Form von Bestandsschutz. ;-) Wir waren zwar mit dem Essen bereits fertig, saßen aber noch bei den Getränken, als ein Bekannter, den ich in den letzten Jahren etwas aus den Augen verloren hatte plötzlich auf dem Handy anrief. Er liegt in der Onkologie im örtlichen Klinikum und es sieht gar nicht gut aus. So etwas macht mich dann immer sehr nachdenklich und ich hoffe, ich finde morgen eine Stunde Zeit, um ihn zu besuchen.
Warum ich diese Vorgeschichte überhaupt erwähne? Ich möchte meine gedankliche und emotionale Ausgangsposition für die folgende Situation transparent machen.
Als wir so gegen 9 Uhr heimgingen entschieden wir uns dann doch noch spontan zu einem Achtel Wein in einem Café am Weg. Wir redeten und plötzlich betrat ein Tanguero, der so vor zwei Jahren den Tango plötzlich an den Nagel gehängt hat, eben dieses Café. Er holte sich ein Bier und wir kamen ins Gespräch.
Montag, 22. November 2010
Für die neue Woche 89: Enrique Rodriguez, Roberto "Chato" Flores - Los piconeros
Heute gibt es nur ganz schnell zwischendurch ein Stück für die neue Woche. Ich habe eine Vals ausgesucht: Los piconeros in der Interpretation von Enrique Rodriguez (Gesang: Roberto "Chato" Flores).
Mittwoch, 17. November 2010
Darüber lacht ein Tango-Blogger
Seit einiger Zeit kursieren in der Szene lustige Kurz-Videos bei xtranormal.com. Mittels eines Sprach-Synthesizers und vorgefertigten szenischen Settings kann man selbst ein Video produzieren. Wenn ich eines Tages ganz viel Zeit habe, probiere ich mich auch einmal daran. Von einem Freund wurde ich auf den folgenden Clip aufmerksam gemacht. Der ganz alltägliche Wahnsinn, den ein Tango-DJ erlebt...
Montag, 15. November 2010
Für die neue Woche 88: Orquesta Típica Victor, Alberto Carol - Mi taza de café
Ende März des Jahres hatte ich schon einmal einen Titel vom Orquesta Típica Victor mit Alberto Carol vorgestellt, es was Bajo el cono azul. Heute gibt es in dieser Kombination einen weiteren Tango, den ich bemerkenswert finde: Mi taza de café. Derartige Einspielungen müssen sich auch Jahrzehnte später angesichts moderner Tangos nicht verstecken. Ich finde das Stück großartig.
Mittwoch, 10. November 2010
Aufgemerkt: Bondage, SM, Tango und so weiter...
Über tango-de kam gestern eine Veranstaltungsankündigung zu einem BoundTango und mit etwas Abstand möchte ich dazu meine Gedanken veröffentlichen. Um es vorweg noch einmal rein vorsorglich zu betonen: Es sind meine (höchst subjektiven) Gedanken, die keinesfalls den Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben.
Tango und Bondage? Haben wir das jetzt wirklich noch gebraucht? Wir hatten den Nackten Tango, den Tango im Korsett und ab und zu erzählen mir irgendwelche Experten (beiderlei Geschlechts) am Rande der Tanzfläche vom Tango und SM bzw. BDSM. Da muss ich mich dann erst einmal in das Vokabular einlesen und erfahre etwas über Subs und Doms. Und mit einem ersten oberflächlichen Blick auf das Begriffspaar Führen und Folgen mag es ja durchaus legitim sein, über diese Frage einmal zu debattieren. Das mag jeder halten wie er will. Ich frage mich nur langsam stirnrunzelnd wofür der arme Tango noch alles herhalten muss.
Tango und Bondage? Haben wir das jetzt wirklich noch gebraucht? Wir hatten den Nackten Tango, den Tango im Korsett und ab und zu erzählen mir irgendwelche Experten (beiderlei Geschlechts) am Rande der Tanzfläche vom Tango und SM bzw. BDSM. Da muss ich mich dann erst einmal in das Vokabular einlesen und erfahre etwas über Subs und Doms. Und mit einem ersten oberflächlichen Blick auf das Begriffspaar Führen und Folgen mag es ja durchaus legitim sein, über diese Frage einmal zu debattieren. Das mag jeder halten wie er will. Ich frage mich nur langsam stirnrunzelnd wofür der arme Tango noch alles herhalten muss.
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