Bevor ich über Figuren (d.h. Sequenzen von Schritten) nachdenke, will ich mein Gehen korrigieren,
bevor ich über das Gehen nachdenke, will ich meine Umarmung und meine Gewichtswechsel korrigieren,
bevor ich über die Umarmung nachdenke, will ich meine Haltung und die Achse korrigieren
und bevor ich über meine Haltung nachdenke, stelle ich mir einmal grundsätzlich die Frage: "Warum eigentlich Tango?"
Und... über Musikalität habe ich jetzt noch gar nicht gesprochen.
Irgendwann muss ich meine Sprache ja wiederfinden und dieser Text ist jetzt ein erneuter Versuch. Die Zeilen oben sind eine Zusammenfassung meiner Gedanken der letzten Zeit.
Anfang des Jahres habe ich einen Kurs bei Melina Sedó und Detlef Engel besucht. Ich arbeite noch bis jetzt an der Umsetzung ihrer Konzepte. Das ist für mich guter (im Sinne von: nachhaltiger) Unterricht. Meine Defizite in meiner bisherigen Tango-Karriere sind mir noch einmal bewußter geworden und das Loslassen bekannter Bewegungsmuster und das Ersetzen dieser fehlerhaften Motorik durch angenehmere Bewegungsabläufe braucht seine Zeit.