Donnerstag, 31. Januar 2013

#aufschrei - Wir müssen mal reden...

Die Veröffentlichung in einer Hamburger Illustrierten ist nun genau eine Woche alt und das Thema wird überall ausführlichst diskutiert. Es war wohl überfällig. Natürlich gibt es die sinnbefreiten Diskussionen, vorwiegend bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, bei denen themenfremde Verteidigungslinien gezogen und anschließend vehement umkämpft werden, aber es gibt auch einige positive Ansätze in der online-Diskussion und in diesem Artikel soll versucht werden, die Debatte auch in den Tango zu tragen.

Dienstag, 1. Januar 2013

Gedanken zum Jahreswechsel: Was war, was kommen wird (hoffentlich)

Nachmittags auf dem Neujahrsspaziergang durch das Schlachtfeld der vergangenen Silvesternacht mit Raketenresten und Scherben kamen mir ein paar Gedanken zum Jahreswechsel, die ich jetzt doch noch hier einstelle. Ich habe mir überlegt, wie sich das Blog im vergangenen Jahr entwickelt hat und welche Entwicklung ich mir für das neue Jahr wünsche. Mein Verständnis vom Tango (und damit auch mittelbar die Inhalte in diesem Blog) steht auf drei Säulen.
  1. Die Tradition des Kulturgutes Tango
  2. Der Tanz an sich
  3. Die Musik, ihre Wiedergabe und ihre Wahrnehmung
Dementsprechend gliedert sich dieser Beitrag zunächst auch in diese drei Bereiche.

Samstag, 29. Dezember 2012

Ein spätes Interview mit Carlos Gávito (Dez. 2004)

In der Zeit zwischen den Jahren hat mich dann doch mein schlechtes Gewissen geplagt und so veröffentliche ich heute noch einen Beitrag. Er ist allerdings inhaltlich nicht von mir. Ich habe vor einiger Zeit im Internet ein spätes Interview der Zeitschrift La Milonga argentina mit Carlos Gávito gefunden. Es ist im Dezember 2004 entstanden und in der Print-Ausgabe vom Januar 2010 veröffentlicht worden. Soweit mir es bekannt ist, ist dieses Interview in Europa weitgehend unbeachtet geblieben. Also habe ich die herausgebende Chefredakteurin der Zeitschrift, Silvia Rojas per eMail kontaktiert und um die Genehmigung zur Veröffentlichung einer deutschen Übersetzung gebeten.

Mittwoch, 7. November 2012

Tango-DJing Teil II: Von Tandas und Cortinas im Tango Argentino

In der Eröffnung dieser Beitragsserie zum DJing im Tango ging es vergleichsweise konsensual zu. Das wird in diesem 2. Beitrag vermutlich ein jähes Ende finden: Zu unterschiedlich ist leider das, was üblicherweise auf Milongas als Musik präsentiert wird. Doch bevor wir über die Tangomusik im eigentlichen Sinn sprechen, ist es m.E. notwendig, ein paar Gedanken auf die Anordnung der Musik in der Milonga nachzudenken. Da erlebt man an so mancher Milonga gar wunderliche Dinge. Es geht um Tandas und Cortinas (oder wie ich neulich in einem Gespräch lernen durfte: Tangas und Gardenas).

Donnerstag, 1. November 2012

Beobachtungen aus dem Milonga-Alltag

Ich habe in diesem Jahr (nach den entsprechend leidvollen Erfahrungen vom Vorjahr) zunächst überhaupt nichts zum FcA in Saarbrücken geschrieben. Nun sind in Kommentaren von Leserinnen und Lesern dieses Blogs vereinzelt Anmerkungen zu diesem Festivalito aufgetaucht und ich möchte - mit etwas Abstand - meine Beobachtungen nach der Rückkehr in meinen Milonga-Alltag beschreiben.

Bei den Anmerkungen von Kommentatoren zum FcA ging es zum Einen um das DJing in Saarbrücken, darüber kann man bestimmt ausführlich diskutieren. Zum Anderen gab es eine Anmerkung, die mich zunächst extrem gestört hat. Ein Kommentator attestierte diesem (und anderen) Festivalitos eine gewisse elitäre Grundhaltung, ja sogar eine Arroganz. Solche Äußerungen ärgern mich im ersten Moment. Ich bleibe dann allerdings erst einmal ruhig und überlege, hinterfrage meine Empfindungen und wäge schließlich meine Worte sorgfältig. Es ist manchmal anstrengend angemessen zu schreiben. In der letzten Zeit finde ich Zitate aus meinen Beiträgen im Netz (mich zu zitieren und dann darauf herumzuhacken ist auch einfacher als eigenen content zu erstellen). Mir fällt es zunehmend schwerer auf das bisweilen hysterische Erregungsmarketing - gerne in eigener Sache, wie ich es mittlerweile immer häufiger im Netz (speziell bei Facebook) wahrnehme, adäquat zu reagieren.

Freitag, 19. Oktober 2012

Einige grundlegende Gedanken zum Tango-DJing

Mit diesem Beitrag eröffne ich eine neue Rubrik: Das Tango-DJing. Nach längeren Überlegungen möchte ich in meinem Blog meine Gedanken dazu vorstellen. In diesem einführenden Artikel wird es nicht sehr technisch; es geht mir viel mehr um die Aufgaben und das Selbstverständnis der DJane bzw. des DJs.

Dienstag, 25. September 2012

Buchbesprechung: Michael Lavocah - Tango Stories: Musical Secrets

Die Post brachte einen festen, beinahe unscheinbaren kartonierten Briefumschlag, das neue Buch von Michael Lavocah über die Tangomusik: Tango Stories: Musical Secrets und ich möchte es hier besprechen. Um es in einem Satz vorweg zu nehmen: Das Buch ist gut und wichtig und ich möchte es jeder Tanguera, jedem Tanguero ans Herz legen, denn das Buch ist nicht für Musikwissenschaftler, sondern für Tänzer geschrieben. Um es vielleicht mit einem Bild zu versuchen: Michael Lavocah gibt den Tangobegeisterten ein kommentiertes Register an die Hand, um sich auf eine systematische Entdeckungsreise durch die Musik der Épocha de Oro zu begeben. Das ist ihm sehr interessant und kurzweilig gelungen.