Freitag, 24. Juli 2009

Der Tango und die Höflichkeit

Heute gibt es ein paar Gedankensplitter rund um das Thema Tango & Höflichkeit. Dieses Thema taucht mir schöner Regelmäßigkeit immer wieder auf. Vielleicht ein paar Standardsituationen vorweg: Am Rande der Tanzfläche wird gelästert, was das Zeug hält, die Kleidung, der Tanz, das Privatleben... kurz: Einfach alles wird durchdebattiert; selbstverständlich nur über nicht-anwesende Dritte. Oder ein anderer Klassiker: Ein Tanguero versteht sich offenbar mit seiner Tanzpartnerin nicht und macht sie (mehr oder weniger öffentlich) für das Scheitern des Tanzversuchs verantwortlich. Dazu kommen dann noch Lästereien über andere Tangolehrer usw. usw. ...

In einer eMail las ich neulich den folgenden Satz:
Ausgehungerte Piranhas sind nichts gegen die Szene hier.
(Ich zitiere jetzt einmal anonym, weil ich mir nicht die Erlaubnis für die Veröffentlichung eingeholt habe. Wenn die Urheberin dieses Spruchs es mag, kann sie sich ja selbst outen.)

Ich gestehe: Ich bin verunsichert. Soll ich intervenieren oder schweige ich und entziehe ich mich der Situation. Meistens wähle ich die zweite Alternative. Warum? Ich gehe eigentlich zum Tango und dort möchte ich nicht reden sondern tanzen. Darüber hinaus denke ich mir manchmal, welchen Sinn hat es, jetzt in eine Grundsatz-Diskussion einzusteigen. Vermutlich kann ich mich mit meiner Vorstellung vom diskreten Schweigen nicht durchsetzen. Die Frage bleibt, ist das vielleicht zu zaghaft, ja sogar feige? Vielleicht muß man manchmal mutig sagen, daß diese Lästerei und Tratscherei nicht gut ist. Vielleicht sollte man sich manchen heißblütigen Tanguero einmal zur Brust nehmen und ihm eindringlich verständlich machen, er soll sich nicht so wichtig nehmen. Unter Umständen gilt ja das Sprichwort: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold nicht uneingeschränkt.

Für mich ist das immer noch eine ungelöste Frage. Und so stelle ich sie hier einmal im Blog und hoffe auf neue Denkansätze...

29 Anmerkung(en):

Anonym hat gesagt…

Hm, das mit den Piranhas ist eine dem feuchten Element entlehnte Metapher - wer das wohl gesagt haben mag?

Raxie hat gesagt…

Mönsch - da hab ich mal was gelesen...

"Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein...!"

:-)

Anonym hat gesagt…

Lästern gilt als verpönt und ist sicher keine noble Angewohnheit, aber es existiert eben, weil der Mensch von jeher dadurch Gemeinschaften gebildet hat, indem er andere, Andersartige, ausgrenzte. Positiv ausgedrückt: Lästern schafft Konsens, Konsens schafft Konventionen, ohne Konventionen letzten Endes kein Tango.

Weniger abstrahiert, konkreter: wenn ich lästere, dann, weil das, was mich stört, nicht groß genug ist, um es an die große Glocke zu hängen. Weil ich die Person nicht gut genug kenne, um mit ihr selbst zu verhandeln. Weil ich mir bewußt bin, nicht das Maß aller Dinge zu sein und ich nicht alles ändern kann. Weil es mir aber dennoch Unbehagen verschafft und so eine kleine Lästerrunde eben auch Scheingemeinschaften schafft. Wohlgemerkt, dieses Verhalten ist keine Ruhmestat, nur menschlich.

Was das Einschreiten/Eingreifen betrifft, wenn die Edgars dieser Welt eine hilflose Tanguera nach allen Regeln der Kunst "'runterlaufen" lassen, so ist meiner Meinung nach aus Galanterie, aber auch aus Rücksicht auf die Menschen, die zusammengekommen sind, um schöne Stunden zu erleben, eine Intervention angesagt. Man muß ja keine Partei ergreifen - vielleicht genügt es, die beiden für ein paar Momente zu trennen, sie gemeinsam oder einzeln vor die Tür zu bitten, wo sie sich entweder beruhigen oder aber sich anbrüllen können.

Meine 2 Pfifferlinge.

tango1001 hat gesagt…

Ich denke, es hängt von Einzelfall ab, ob man besser redet oder schweigt. Die Gründe, warum sich jemand "danebenbenimmt", können sehr unterschiedlich sein, und der eine oder andere ist manchmal sogar dankbar für Rückmeldungen, was ihm oder ihr nicht bewusst war. Aber das Risiko bleibt.
Komischerweise schreiben in Blogs oder Listen so gut wie nie die Leute, die sich eigentlich angesprochen fühlen müssten, also Rempler, selbsternannte Tangolehrer, Showtänzer etc.

cassiel hat gesagt…

@elbnymphe

;-)

@Raxie
Eh klar...

@elbnymphe2
Ich wollte eigentlich mit meinem Beitrag woanders hin. Wann wird eingeschritten? Ich habe z.B. von einem Mann gehört, der von seinen Lehrern im Grundkurs angeblich ausgelacht wurde. Klar, daß seine Freundin die Wahl hatte, allein zum Tango zu gehen bzw. den Tango gleich wieder aufzugeben. So etwas finde ich persönlich schlimm. Auch ich bin 2 Jahre jedes Wochenende in eine andere Stadt gefahren, weil mir die Szene in meiner Heimatstadt zu eng war. So konnte ich in anonymerer Umgebung meine ersten Fehler beruhigt machen.

@tango1001
Die Rempler und selbsternannten Tangolehrer sind solche Götter, die lesen keine Blogs mehr über den Tango...

@All
Danke für die Anmerkungen...

Schönes Wochenende und schöne Tandas!

cassiel hat gesagt…

Gestern abend: Ich sitze mit einer Tanguera am Rande der Tanzfläche und plaudere. Plötzlich nähert sich ein Tanguero und unterbricht uns (Fehler Nr. 1), er fordert die Dame verbal mit ausgestreckter Hand zum Tanz auf (Fehler Nr. 2) und als sie mit dem Hinweis ablehnt, sie hätte sich mit mir schon zum Tango verabredet, argumentiert er, der ist doch total verschwitzt, sie solle doch lieber mit ihm tanzen (Fehler Nr. 3). Ich habe keinen Ton während der ganzen Szene gesagt, schließlich ist jede Tanguera Frau genung, sich selbst auszusuchen, mit wem sie tanzen will, bzw. nicht tanzen will. Ob wir uns nun tatsächlich vorher zu einer Tanda verabredet haben (oder nicht), ist vollkommen zweitrangig; ich werde eine Dame, die das gegenüber einem aufdringlichen Tanguero äussert, niemals die Loyalität entziehen. Natürlich waren wir verabredet.

Und ich schweige weiterhin höflich auf Milongas...

tango1001 hat gesagt…

-Ich denke, solche "Götter" lesen die Blogs sehr wohl...

-Und zu deinem gestrigen Erlebniss:
wie weit muss es gehen, daß du irgendwann doch dein höfliches Schweigen brichst?

Anonym hat gesagt…

Cassiel, Deinem letzten Kommentar stimme ich voll und ganz zu: es war richtig von Dir, die Frau selbst handeln zu lassen, richtig auch, loyal zu sein. Für mich aber zeigen sich wieder einmal traurige Parallelen der verschiedenen Tangoszenen auf. Wie schrieb Tango1001 neulich so schön: "Rempler, selbsternannte Tangolehrer, Showtänzer" - ich plädiere dafür, die Aufforderungs-Erpresser in die illustre Runde der No-Gos aufzunehmen.

cassiel hat gesagt…

@tango1001

Warum sollte ich meine Höflichkeit aufgeben. Nach diesem Vorfall verließ der penetrante Aufforderer umgehend die Milonga. Das hat sich also quasi selbst erledigt; das ist der durchaus angenehme Seiteneffekt.

@elbnymphe
Den Begriff Aufforderungs-Erpresser (© elbnymphe 2009) übernehmen wir ab sofort in die Tango-Blog-Szene. ;-)

lg

c.

Anonym hat gesagt…

Cassiel, ich werde noch rot. :-)

Was Deinerseits unerwähnt blieb - wie hat Deine Tanguera denn nun reagiert? Das ist ein Detail, da interessant zu lesen wäre.

cassiel hat gesagt…

@elbnymphe

wie hat Deine Tanguera denn nun reagiert?

Natürlich haben wir dann umgehend getanzt. Ganz so brutal waren wir dann doch auch nicht.

Allerdings hatte die Sache schon eine Vorgeschichte. Er ist Figuren-Turner, sie hat den Tango in Buenos Aires in den 90ern gelernt. Neulich hat er sie während einer Milonga versucht zu belehren - und das so penetrant, daß sie ihn (nach einigen Vorwarnungen) auf der Tanzfläche hat stehen lassen.

Wie er auf die absurde Idee kam, sie gestern aufzufordern... das ist mir wirklich schleierhaft.

Manche Menschen sind mit einem Selbstbewußtsein und einer selektiven Wahrnehmung versehen, daß ich nur staunen kann...

Anonym hat gesagt…

Und wie hättest Du reagiert, wenn sie der Afforderung gefolgt hätte?

cassiel hat gesagt…

Wie?

Wie hätte ich reagieren sollen?

Ich hätte mir nichts dabei gedacht - ich weiß, daß ich ein lausiger Tanguero bin, aber ich bin so stolz, daß ich niemals um eine Tanda betteln würde.

tango1001 hat gesagt…

dieser Tanguero scheint ja ein ganz besonderes Exemplar zu sein. Und es scheint, daß er oft genug das bekommt, was er will, sonst hätte er schon seine Strategie geändert. Fazit: ab und zu doch reden!!

und zu dir, Cassiel: du stellst dich auffallend oft als "lausiger Tanguero" oder "Anfänger" oder so ähnlich dar. Das wird zunehmend unglaubwürdig, und sooo bescheiden muss man nicht sein.

cassiel hat gesagt…

@tango1001

Glaube mir es einfach, wenn ich einen Sinn darin sehen würde, dann würde ich diesen Zeitgenossen schon zu einem diskreten Gespräch bitten. Allein ich denke, er verstünde es nicht. Das geht an die Grenze des Pathologischen. Wenn ich aus Kursen rausgeworfen worden wäre, dann hätte ich spätestens das Nachdenken begonnen.

Und zu mir: Das ist keine falsche Bescheidenheit - ich befinde mich in meiner Tangokrise. Das kann ich ja offen zugeben.

Mein Bloggen ist Teil der Therapie. ;-)

tango1001 hat gesagt…

- mag sein, dass dieser ein unbelehrbarer Typ war, und so war es in dem besagten Moment auch die richtige Reaktion. Aber wenn man das Schweigen zum Prinzip macht, dann bleiben auf die Dauer die "Bescheidenen" auf der Strecke.

- und vielleicht kannst du deine "Tangokrise" mal erklären. Die sieht ja nicht so aus, daß dadurch deine Aktivitäten und die Leidenschaft dafür eingeschränkt wären.

Anonym hat gesagt…

Tango speist sich aus der Krise.

Murka hat gesagt…

Ich gehöre wahrscheinlich mehr zum Lager der AufforderungerpresserInnen. Als ich angefangen habe Tango zu tanzen, war ich vom Tanzen so begeistert, das ich einfach die Männer aufgefordert habe, ohne vielleicht auf die Feinsygnale zu achten, wie Weggucken oder sich in Gespräch Vertieftsein. Bis ich gemerkt habe, dass ich etwas falsch mache, dasss manche Leute mich gar nicht begrüssen. Damals wäre ich wirklich dankbar, wenn jemand mich direkt darauf angesprochen hätte. Mir waren da auch die codigos de tango nicht vertraut. Wobei anders widerum finde ich manchmal selber schwierig den Tangueros die Meinung zu sagen. Übrigens finde ich den Blog - Klasse, sehr tiefgehend.

cassiel hat gesagt…

Hmmm... ist mir leicht unangenehm... sieht so aus, als ob meine Antwort vom Nachmittag in einem digitalen Schwarzen Loch untergegangen ist.

@tango1001
| Aber wenn man das Schweigen zum Prinzip macht, dann bleiben auf die Dauer die "Bescheidenen" auf der Strecke

Ja, es sieht fast so aus. Ich habe dafür auch noch keine Lösung gefunden.

| kannst du deine "Tangokrise" mal erklären

Hmmm... die Krise kann ich einfach nicht in Worte fassen. Ich habe gemerkt, daß mir Kurse im Moment nichts bringen. Ich habe das Gefühl, meine Tangokünste stehen im Moment auf der Stelle - es geht eben nicht weiter...

@elbnymphe

Wie wahr, wie wahr...

@Murka
Willkommen hier! Ich denke, man kann von niemandem erwarten, daß er sich sofort in die Feinheiten einfindet. Wie Du selbst schreibst, bist Du ja nun etwas vertrauter mit den Sitten und Gebräuchen.

Danke für Dein Kompliment.

@all

Danke für die Anmerkungen!

tango1001 hat gesagt…

Ist das eine Krise, wenn du das Gefühl hast, daß dir die verfügbaren Lehrer nicht das bieten können, was du im Tango suchst? Ich halte das für eine ganz natürliche Reaktion.

cassiel hat gesagt…

Hmmm... vielleicht erwarte ich mir auch nur mehr von mir selbst. Und ständig stelle ich mir die Frage, soll ich doch mehr Figuren lernen, Pugliese-Drehung, ausgefallene Colgada-Volcada Kombinationen? Ich muß gestehen, ich vergesse solche Figuren in Rekordzeit. Sie sind mir auf einer Milonga nicht so wichtig. Da ist mir das harmonische Miteinander mit einer Tanguera erheblich wichtiger. Kommt dann musikalisch eine Stelle, an der eine ausgefallenere Figur passen würde, dann habe ich sie nicht abrufbereit.

Anonym hat gesagt…

Lieber Cassiel, wie Du Dein Problem schilderst, stellt es sich für mich als die Frage dar, mit der sich alle Tango-Begeisterten früher oder später konfrontiert sehen: Warum tanze ich?
Geht es mir vor allem um "socialising", das Sein unter Menschen, die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft?
Oder möchte ich mich von einem interessierten Laien zu einem echten Amateur entwickeln?
Im ersten Fall würde ich vermuten, daß es jede normale Tanguera eher erschreckt, wenn Du ihr während eines Tanzes die ausgefeiltesten Colgada-Volcada-Kombinationen unterjubeltest. Zumindest mir geht es so, daß ich ungern das Gefühl habe, daß ein Mann ungeachtet meines Tanzniveaus sein ganzes Arsenal an Tricks an mir durchexerziert. Ich frage mich dann, geht es ihm um mich, oder nur um die Übung oder gar den Beifall. Techniken sollte man auf Practicas vertiefen, nicht aber auf der Milonga. Wenn Du sie im passenden Moment nicht parat hast, ist das eben so.

(Wenn ich einen Italienisch-Kurs an der VHS besuche, überlege ich doch auch, ob ich in der Lage sein möchte, in Italien beim Bestellen im Restaurant bella figura zu machen, oder aber Leitartikel in der La Repubblica zu lesen. Ersteres ist schön, letzteres muß für einen gelungenen Urlaub nicht unbedingt sein.)

Zurück zum Tango: wie viele Argentinier gehen wohl auf eine Milonga mit dem Gedanken: "Ich muß endlich die hyper-disassoziierten Enrosques und Sacadas bewältigen!" Denken sie nicht eher, "Ich freue mich auf meine Clique und diese eine Frau, die letzte Woche so sphingenhaft gelächelt hat!"?

Dieses Streben nach Perfektion mag als olympischer Gedanke lobenswert sein, aber wenn daraus Perfektionismus wird, der einem den Spaß an der Sache vergällt, sollte man sich fragen, ob die Vermarktung im Tango nicht seltsame Blüten treibt.

Es gibt doch diese Tango-Sentenz, nie 100% seiner Kunststückchen anzubringen, immer noch etwas Reserve zu lassen (ich muß mich nochmal auf die Suche nach der genauen Formulierung machen).

Eine schöne Woche wünsche ich Dir!

cassiel hat gesagt…

@elbnymphe

Vielleicht habe ich mich undeutlich ausgedrückt. Ich passe meinen Tanzstil immer gerne meiner Partnerin an... schließlich begreife ich den Tango als Kommunikation. Am Wochenende hatte ich mit einer Dame das Vergnügen zu einer Vals-Tanda. Als die ersten Töne von Desde El Alma ertönten sagte ich unvorsichtig: "Prima! Eine Vals-Tanda". Sie entgegnete zaghaft: "Oh, ich habe das noch nicht gelernt." Sie war aber unglaublich präsent und hinrreißend. Es gab kaum Figuren, aber sie war ernsthaft und aufmerksam bei der Musik. Das reicht für mein Empfinden schon aus um einen schönen Tanz zu haben.

Umgekehrt denke ich, daß Damen vielleicht von mir gelangweilt sind, weil mein Tango deutlich unter ihrem Niveau ist. Dann werde ich nachdenklich - manchmal unsicher...

Auch Dir eine wunderschöne Woche...

tango1001 hat gesagt…

2 Dinge:

Ich versteh immer noch nicht, was daran eine Krise sein soll. Vielleicht hat das mit Selbstbewußtsein zu tun.

Und was heisst Niveau? Bestimmt nicht die Anzahl von Colgadas. So wie du schreibst, hast du es.

cassiel hat gesagt…

@tango1001

Aber sicher hat das sehr viel mit Selbstbewußtsein zu tun. Wobei ich den Begriff gerade schwierig (oder besser: missverständlich) finde. Ich bin mir meiner selbst durchaus bewußt, aber ich nehme mich und meine Bedürfnisse nicht so wahr, wie es vielleicht gesund wäre. Zu groß ist meine Angst, unsensibel zu werden.

tango1001 hat gesagt…

Ich glaube, daß die Wahrnehmung eigener Bedürfnisse eher die Sensibilität eher erhöht.

cassiel hat gesagt…

@tango1001

Vielleicht sind ja Wahrnehmung und Artikulation eigener Bedürfnisse zwei verschiedene Paar Schuhe.

Ausnahmsweise frage ich einmal genau nach (mit dem ausdrücklichen Recht zur Nichtbeantwortung): Bist Du in der Lage eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und sie auch anschließend zu äußern.

tango1001 hat gesagt…

Die Wahrnehmung ist mit Sicheheit da. Die Artikulation dazu hängt von der Situation ab. Es kommt sogar vor, daß ich gelegentlich eigene Bedürfnisse mißachte (z.B. wenn mich ein Mann auffordert, der erkennbar nicht auf diese Bedürfnisse eingeht). Aber das verursacht halt immer wieder der Frauenüberschuß.

Anonym hat gesagt…

Cassiel,

ich denke, Dich schon verstanden zu haben. Daß Du sensibel auf jede Partnerin eingehst und keiner jener Figurenprotze bist, spricht aus jeder Deiner Zeilen.

Dein Satz "Umgekehrt denke ich, daß Damen vielleicht von mir gelangweilt sind, weil mein Tango deutlich unter ihrem Niveau ist." ließ mich doch schmunzeln: ein klarer Fall von "Performance Anxiety".

Aber: Eine Frau, die mit Dir tanzt, möchte vor allem spüren, daß Du Dich wohl und souverän fühlst. Die Figurendichte tritt dabei in den Hintergrund.