Ein Leser dieses Blogs hat einen Gastbeitrag zu einer Tangoreise vom 30. Juni bis zum 07. Juli 2012 mit Melina Sedó und Detlef Engel nach Südfrankreich verfasst, den ich hier gerne veröffentliche. Regelmäßige Leserinnen und Leser dieses Blogs kennen Melina Sedó aus dem Interview zur Didaktik im Tango aus dem Oktober 2010 (Teil 1, Teil 2, Teil 3). In diesem Beitrag gibt es nun einen Bericht aus der Praxis für den ich mich beim Autor herzlich bedanke.
Übrigens: Melina hat ihre Blogpause beendet. Ihr äußerst lesenswertes Blog findet sich hier.
Freitag 16:30h: Wir standen am Flughafen in Marseille um unsere Koffer vom Gepäckband abzuholen. Das Band drehte sich und drehte sich und die Koffer tauchten nicht auf. Bei der Gepäckermittlung erfuhren wir dann, daß die Koffer noch in München waren und mit der nächsten Lufthansa-Maschine kommen sollten. Wir waren aber für 19:30h in Mas de Mestre angekündigt und hatten natürlich keine Telefonnummer dabei (weder von der sehr freundlichen Besitzerin des Anwesens, noch von Melina oder Detlef). Also riefen wir schnell eine Freundin in Zürich an, die Melina verständigte. Melina funkte die Verzögerung nach MdM durch und das Problem hatte sich erledigt. Warum ich dieses vielleicht unwichtige Detail berichte? Es ist beispielhaft für das professionelle Organisationstalent von Melina und Detlef und lässt erahnen, welche Arbeit die beiden auch jenseits des Unterrichts verrichten.
Cassiels vollkommen überflüssiges deutschsprachiges Tango-Blog
Dienstag, 31. Juli 2012
Montag, 30. Juli 2012
Für die neue Woche 138: Rodolfo Biagi, Andrés Falgás - Cielo!
Für heute habe ich einen etwas rhythmisch akzentuierteren Tango ausgesucht, Cielo! (eine Komposition von Andrés Falgás mit einem Text von Mario Landi) spielte Rodolfo Biagi relativ früh mit seinem Orchester und dem Sänger Andrés Falgás ein.
Montag, 23. Juli 2012
Für die neue Woche 137: Francisco Canaro, Roberto Maida - Soledad
Und heute gibt es wieder einmal einen Tango gespielt von Francisco Canaro, gesungen von Roberto Maida. Soledad, eine Komposition von Carlos Gardel mit einem Text von Alfredo Le Pera. Mir gefällt die sehr eingängige Melodie und die abwechslungsreiche Instrumentierung, die zu rhythmischen Variationen beim Tanzen einlädt. Die sehr klassische Form in Phrasen und Themen macht diesen Tango zu einem idealen Kandidaten für die frühe Milonga und das sehr lyrische Violinsolo, das über der Grundmelodie im Schlussteil gespielt wird, eröffnet zusätzliche Ausdrucksmöglichkeiten beim Tanzen.
Freitag, 8. Juni 2012
Nachgefragt: Ein Jahr neue Technik in Biel/CH
Vor etwa einem Jahr begann die spannende Suche nach adäquaten Lautsprechern und Audiotechnik für die Milonga in Biel. Damals hatte Klaus Schwarzwälder einen Gastbeitrag verfasst und ich hatte mir vorgenommen, nach einem Jahr nachzufragen und mir über die Entwicklungen und Erfahrungen berichten zu lassen. Mit den drei DJs der Milonga in Biel, Klaus Schwarzwälder, René Maurer und Peter Zankl, habe ich per Skype gesprochen.
Cassiel: Hallo nach Biel! Vor etwa einem Jahr habt Ihr die Frage der neuen Boxen in einem Vergleichstest entschieden. Klaus hatte damals einen Gastbeitrag darüber verfasst. Ich hatte damals angekündigt, nach etwa einem Jahr nachzufragen. Wie sind Eure Erfahrungen und Eindrücke nach einem Jahr neue Technik?
Cassiel: Hallo nach Biel! Vor etwa einem Jahr habt Ihr die Frage der neuen Boxen in einem Vergleichstest entschieden. Klaus hatte damals einen Gastbeitrag darüber verfasst. Ich hatte damals angekündigt, nach etwa einem Jahr nachzufragen. Wie sind Eure Erfahrungen und Eindrücke nach einem Jahr neue Technik?
Montag, 4. Juni 2012
Für die neue Woche 136: Aníbal Troilo - Comme il faut
Für heute habe ich einen instrumentalen Tango ausgesucht, der von drei der vier großen Orchester ("the big four" Juan D'Arienzo, Carlos Di Sarli, Aníbal Troilo und Osvaldo Pugliese) eingespielt wurde. Comme il faut, eine Komposition von Eduardo Arolas aus dem Jahr 1917 (es gab auch einen Text von Gabriel Clausi - sämtliche hier vorgestellte Versionen sind allerdings instrumental).
Mittwoch, 16. Mai 2012
Für die neue Woche 135: Pedro Laurenz, Martin Podestá - La vida es una milonga
"Stellst Du heute mal wieder einen Titel vor?"
Nachdem ich mich in letzter Zeit nun wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert habe, gibt es heute wieder einen Beitrag in der Serie "Für die neue Woche". Meine Wahl fiel dieses Mal auf eine Milonga von Pedro Laurenz mit dem Sänger Martin Podestá (Martin Podestá ist weder verwandt noch verschwägert mit dem Sänger Alberto Podestá; beide haben diesen Familiennamen erst später angenommen. Martin Podestá erblickte als Fidel Martín Carrouche 1913 das Licht der Welt, Alberto Podestá wurde 1924 als Alejandro Washington Alé geboren [Quelle: todotango.com]). La vida es una milonga ist eine Milonga ganz im energiegeladenen Stil von Pedro Laurenz (Kompsition: Fernando Montoni Text: Rodolfo Sciammarella - der Text in spanisch/englisch). Man muss keine intensiven Studien in Romanistik betrieben haben um den Titel zu übersetzen. Das Leben ist eine Milonga, diese Aussage vermittelt eine gewisse Leichtigkeit, nach der wir möglicherweise alle im Tango suchen.
Nachdem ich mich in letzter Zeit nun wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert habe, gibt es heute wieder einen Beitrag in der Serie "Für die neue Woche". Meine Wahl fiel dieses Mal auf eine Milonga von Pedro Laurenz mit dem Sänger Martin Podestá (Martin Podestá ist weder verwandt noch verschwägert mit dem Sänger Alberto Podestá; beide haben diesen Familiennamen erst später angenommen. Martin Podestá erblickte als Fidel Martín Carrouche 1913 das Licht der Welt, Alberto Podestá wurde 1924 als Alejandro Washington Alé geboren [Quelle: todotango.com]). La vida es una milonga ist eine Milonga ganz im energiegeladenen Stil von Pedro Laurenz (Kompsition: Fernando Montoni Text: Rodolfo Sciammarella - der Text in spanisch/englisch). Man muss keine intensiven Studien in Romanistik betrieben haben um den Titel zu übersetzen. Das Leben ist eine Milonga, diese Aussage vermittelt eine gewisse Leichtigkeit, nach der wir möglicherweise alle im Tango suchen.
Montag, 9. April 2012
Bericht zur Lage des Blog(ger)s
Ostermontag nachmittags, der Rinderbraten ist im Ofen (eher spießig: mit Gemüse und in einer Senfkruste im Niedertemperaturverfahren), der Spargel ist geschält und wartet darauf, daß er später gekocht wird, Kartoffeln, ebenfalls geschält stehen im Wasserbad bereit).
In der letzten Zeit bin ich sehr ruhig geworden. Erstaunlicherweise hat das meine Zugriffszahlen aber kaum beeinträchtigt. Nachdem sich mittlerweile die besorgten Anfragen gehäuft haben, möchte ich heute kurz zur äußerst hartnäckigen Schreibblockade schreiben. Es ist nicht so, daß mir die Themen ausgegangen wären (ich bedanke mich in diesem Zusammenhang natürlich für die zahlreichen Themenvorschläge, die von besorgten Leserinnen und Lesen eingereicht wurden), vielmehr erscheint mir momentan jeder Text, den ich verfasse banal. Andererseits stolpere ich bei meinen Streifzügen durchs Netz immer wieder über tango-verwandte Beiträge, die mit Inbrunst Banalitäten verbreiten, so daß ich mir denke, ich muss nun nicht unbedingt meine eher altmodischen Weisheiten auch noch einer größeren Öffentlichkeit präsentieren.
Vom Eise befreyt sind Strom und Bäche,
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Thale grünet Hoffnungs-Glück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Ueberall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
[...]
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich’s seyn.
[Osterspaziergang aus: Faust I - Johann Wolfgang von Goethe]
In der letzten Zeit bin ich sehr ruhig geworden. Erstaunlicherweise hat das meine Zugriffszahlen aber kaum beeinträchtigt. Nachdem sich mittlerweile die besorgten Anfragen gehäuft haben, möchte ich heute kurz zur äußerst hartnäckigen Schreibblockade schreiben. Es ist nicht so, daß mir die Themen ausgegangen wären (ich bedanke mich in diesem Zusammenhang natürlich für die zahlreichen Themenvorschläge, die von besorgten Leserinnen und Lesen eingereicht wurden), vielmehr erscheint mir momentan jeder Text, den ich verfasse banal. Andererseits stolpere ich bei meinen Streifzügen durchs Netz immer wieder über tango-verwandte Beiträge, die mit Inbrunst Banalitäten verbreiten, so daß ich mir denke, ich muss nun nicht unbedingt meine eher altmodischen Weisheiten auch noch einer größeren Öffentlichkeit präsentieren.
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